In der Serie „where have all the colors gone?“ thematisiert die Künstlerin die Zerstörung eines des empfindlichsten Lebensraumes im Meer, dem Korallenriff. 

Das Material Porzellan symbolisiert dabei für die Künstlerin ideal die Welt der Korallen, denn es war von jeher ein wertvolles, edles Material, das zudem sehr empfindlich und zerbrechlich ist. Diese Eigenschaften macht sich Doris Leuschner zu Nutze, wenn sie daraus filigrane, und sinnliche Objekte erschafft, die den Betrachter mitnehmen in die ebenso empfindliche und sensible Welt der Korallen. 

Das offensichtliche Fehlen jeglicher Farbigkeit ist dabei schon ein erstes Indiz für das Thema, um das es ihr in dieser Serie geht. 

Sie unternimmt eine Gratwanderung, da sie die Formensprache der Korallen zitiert, aber auch die Materialsensibilität des Porzellans beim Brand gezielt einsetzt: in den Arbeiten entstehen Wunden, Risse, Brüche und Abnormitäten, die der Ästhetik scheinbar im Wege stehen und beim Betrachter viele Assoziationen auslösen und ein ungutes Gefühl vermitteln.

 

In the series WHERE HAVE ALL THE COLORS GONE? I emphasise the destruction of the most vulnerable habitat in the sea, the coral reef. 

The material porcelain ideally symbolizes the environment of corals for me, because it has always been a valuable, noble material that is also very sensitive and fragile. I make use of these characteristics by creating filigree and sensual objects that take the viewer into the sensitive and delicate world of corals. 

The obvious lack of any colourfulness is already a first indication for the topic I am dealing with in this series. 

I create an ambivalence in the viewer by quoting the shape of the corals, but also by making targeted use of the material sensitivity of the porcelain during firing: wounds, cracks, breaks and abnormalities arise in the works that seem to stand contradictionary towards aesthetics and trigger many associations in the viewer and leave him with an uncomfortable feeling.